Schlagwort: Business-Insights

Der Aufbau eines eigenen Business ist eine Reise. Ich teile hier meine ehrlichen Solo Entrepreneur Erfahrungen in der Video-Branche – von der Skalierung der Agentur bis hin zum Aufbau digitaler Infoprodukte.

  • Das Paretoprinzip beim Filmemachen

    Das Paretoprinzip beim Filmemachen

    Kennst du das Gefühl, Stunden in Details zu investieren, die am Ende niemand bemerkt? Das Paretoprinzip beim Filmemachen anzuwenden bedeutet, genau das zu ändern. Es besagt, dass oft 80 % deiner Ergebnisse von nur 20 % deines Einsatzes abhängen. Als Filmemacher und Minimalist nutze ich diesen Hebel täglich, um mit weniger Aufwand deutlich bessere Filme zu produzieren. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du dich auf das Wesentliche konzentrierst und deine kreative Arbeit radikal effizienter gestaltest.

    Effizienz statt Faulheit

    Beim Paretoprinzip geht es nicht darum, faul zu sein, sondern darum, Zeit und Ressourcen clever einzusetzen. Ein Beispiel aus meinem eigenen Business: Ich habe vor einiger Zeit meine Social-Media-Aktivitäten komplett eingestellt. Für viele aus der Branche wirkt das immer noch verstörend. Ich habe allerdings gemerkt, dass ein hoher Einsatz, also regelmäßiger Content nur zu minimaler Kundenakquise geführt hat. Auf der anderen Seite hat reine Mund-zu-Mund-Propaganda oder einfache Empfehlungen immer zu erfolgreichen Geschäftsabschlüssen geführt. Einzig YouTube habe ich behalten, weil auch hier der Mitteleinsatz und das erzielte Ergebnis deutlich besser sind.

    Fokus auf das Wesentliche

    Wenn ihr meine Videos verfolgt oder regelmäßig in diesem Blog vorbeischaut, kennt ihr diesen Ansatz auch von meiner Arbeitsweise. “Weniger ist oft mehr” ist sozusagen der Inbegriff des Paretoprinzips. Ich versuche, das beste Ergebnis mit einer schlanken und effizienten Arbeitsweise zu verbinden. Dabei verzichte ich auf übereditierte Shorts oder Videos, die epileptische Anfälle auslösen, sondern fokussiere mich auf die Geschichte oder die Menschen dahinter. Das stellt eine viel intensivere Bindung her als belangloser und schnelllebiger Content. 

    Prioritäten Setzen und Prozesse optimieren

    Beim Einsatz des Paretoprinzips in der Videografie geht es nicht darum, oberflächlich zu arbeiten, sondern die Hebel zu identifizieren, die den größten Wert für das Endergebnis liefern. Erstens bedeutet das, den Fokus radikal auf das Storytelling zu legen, statt Stunden in komplizierte Effekte zu investieren, die vom Kern der Botschaft eher ablenken als sie zu stützen. Zweitens hilft dieses Prinzip dabei, die eigene unternehmerische Zeitklugheit zu schärfen – zum Beispiel durch den Mut, Plattformen mit geringem Return on Invest zu verlassen und Energie dort zu bündeln, wo echte Kundenbeziehungen entstehen. Und drittens führt dieser minimalistische Ansatz dazu, dass wir als Creator langfristig belastbarer bleiben, da wir uns nicht mehr in jenen letzten Prozent der Perfektion verlieren, die oft den Großteil unserer mentalen Kraft rauben.

    Wenn ihr eure Prioritäten richtig setzen wollt, fragt euch, wie viel Output ihr erreicht und wie ihr Prozesse verschlanken könnt. Das spart nicht nur Nerven, sondern optimiert auch Kosten. Das Paretoprinzip ist ein wertvolles Werkzeug, um im Filmemachen und im Leben insgesamt mehr zu erreichen, ohne sich zu verzetteln. Indem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und unsere Ressourcen klug einsetzen, können wir bessere Ergebnisse erzielen und gleichzeitig Zeit und Energie sparen.

  • KI: Blase oder Zukunft? Eine ehrliche Betrachtung

    KI: Blase oder Zukunft? Eine ehrliche Betrachtung

    Der jüngste Flash-Crash an den Börsen und die Konsolidierung am Softwaremarkt werfen eine fundamentale Frage auf: Ist die KI Blase oder Zukunft? Tech-Giganten wie Microsoft und Nvidia, die massiv in KI investiert haben, wurden besonders hart getroffen. Das weckt Zweifel: Ist KI wirklich DIE disruptive Technologie?

    Hype-Zyklen und die menschliche Psychologie

    Der Hype um KI ist enorm, aber das ist bei neuen Technologien oder Dingen nicht ungewöhnlich. Erinnern wir uns an die Weihnachtsgeschenke unserer Kindheit: Die anfängliche Euphorie verfliegt oft schnell. Ähnlich verhält es sich mit neuen Technologien. Wir wissen noch gar nicht, wohin die Reise mit KI wirklich führt.

    Aktuell profitieren nur wenige Nischen, wie Programmierung und Datenanalyse, wirklich von KI-Tools. Auch ich als Kreativer nutze ich KI nahezu täglich, aber das gilt längst nicht für alle Gewerbe.

    Langsamer Wandel und ethische Fragen

    Ich glaube, dass es mit KI ähnlich laufen wird wie mit dem Internet: Es wird Jahre dauern, bis sich die Technologie flächendeckend durchsetzt. Diejenigen, die sich heute mit KI beschäftigen, haben dann einen enormen Vorteil. Aber hier zeigt sich auch eine ethische Dimension: Wer wird von dieser Entwicklung profitieren, wer zurückbleiben?

    Eine Blase entsteht durch Erwartungen an die Zukunft; echter Fortschritt entsteht durch die Anwendung im Jetzt. Der Dotcom-Crash im Jahr 2000 hat unzählige Firmen vernichtet, aber das Internet als Technologie ist gestärkt daraus hervorgegangen. Ähnlich verhält es sich mit der Künstlichen Intelligenz: Die spekulativen Übertreibungen mögen verschwinden, aber die Effizienzgewinne im Video-Handwerk oder in der Datenanalyse sind real und bleiben bestehen.

    Fazit: Werden wir von der Entwicklung profitieren?

    Ist KI also eine Blase? Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Ja. Nur wenige Bereiche können derzeit wirklich produktiv von KI profitieren. Das bedeutet aber nicht, dass KI tot ist. Der Dotcom-Crash hat das Internet auch nicht aufgehalten.

    Ich bin dankbar, dass ich KI produktiv nutzen kann. Trotzdem ist es wichtig, innezuhalten und das große Ganze zu betrachten. Manchmal sind Blasen eben auch einfach nur schön anzusehen – solange sie nicht platzen.

  • Warum jedes Unternehmen ein Unternehmens-Blog braucht!

    Warum jedes Unternehmen ein Unternehmens-Blog braucht!

    Ein eigener Blog war bei FELIXVIDEO von Anfang an ein zentraler Teil der Strategie. Doch viele Firmen unterschätzen die Vorteile eines Unternehmensblog massiv und verlassen sich stattdessen fast ausschließlich auf Social-Media-Kanäle mit extrem kurzer Halbwertszeit. In diesem Beitrag erfährst du, warum ein regelmäßiges Blog das wichtigste Kommunikationstool für dein Unternehmen ist und wie du damit nachhaltig Vertrauen bei deiner Zielgruppe aufbaust.

    Ein Unternehmens-Blog für Behind The Scenes Content

    Vor einigen Wochen habe ich einen kurzen Beitrag darüber geschrieben, warum ich keinen oder kaum Behind The Scenes Content in Videoform liefere. Eine Alternative dazu ist dieser Blog. In unregelmäßigen Abständen sinniere ich über meine Arbeit und den ein oder anderen Auftrag. Ich habe dadurch die Möglichkeit, meinen Kundinnen und Kunden zu zeigen, wie ich arbeite und welche Herausforderungen dabei entstehen und gelöst werden müssen. Das schafft Vertrauen für die jeweilige Zielgruppe! Außerdem kann ich neben dem eigentlichen (kurzen) Text auch ganz einfach Links und Medien einbinden.

    Werbung und Information

    Für die meisten Unternehmen ist es nicht nur einfach, sondern auch sinnvoll ein Unternehmens-Blog zu führen. Ich bin großer Fan des Blogs von Backblaze, weil ich finde, dass diese Firma vieles richtig macht. Dort wird mit diversen Formaten experimentiert (Listen, Infografiken, usw.), die immer einen Bezug zum Unternehmen haben. Gleichzeitig liefert Backblaze Daten-Insights und Analysen der eigenen Hardware und interessante Artikel über die vielseitige Welt der Speichersysteme. Vielleicht ist das auch der entscheidende Punkt: Sich mit dem eigenen Unternehmen zu beschäftigen und die eigenen Handlungen zu reflektieren. Sich seiner Rolle in der Gesellschaft und Wirtschaft bewusst zu werden. Das ist der beste Grund für einen Unternehmens-Blog und ein Beispiel für bessere Werbung. 

    Ein Hoch auf das Artikelformat

    Unternehmens-Blogs sind kleine Artikel, die sich nach Belieben aufbereiten lassen. Ein wesentlicher Unterschied zu den Restriktionen von Social-Media Plattformen. Gleichzeitig kann ich, wenn ich will, auch längere Formate oder Serien ganz entspannt erstellen. Es reicht dabei schon ein kurzer 300 Wörter Artikel pro Woche, um einen ansprechenden Beitrag zu erstellen*. Mittels Newsletter und RSS-Feed kann dann ganz bequem die Zielgruppe angesprochen werden. Mag sein, dass ich selbst etwas oldschool bin, aber einmal die Woche etwas ins Postfach zu bekommen, nervt mich weniger als tägliche Social-Media-Notifications. Außerdem ist das ein proaktives Statement gegen die sinnlose Content-Flut und für mehr Qualität.

    Dass ein Blog langfristig für dich arbeitet, liegt vor allem an seiner Funktion als nachhaltiger Wissensspeicher. Erstens fungiert er als dauerhafter SEO-Motor, der auch Monate nach der Veröffentlichung noch neue Kunden über Suchmaschinen anzieht – ganz ohne Werbebudget. Zweitens etablierst du dich durch tiefergehende Fachartikel als Experte in deiner Nische, was die Hemmschwelle für Neukunden massiv senkt. Und drittens sind Blog-Inhalte die perfekte Basis für dein restliches Marketing: Ein gut recherchierter Artikel lässt sich problemlos in mehrere Newsletter, LinkedIn-Posts oder sogar als Skript-Grundlage für YouTube-Videos verwandeln.