Schlagwort: Stoizismus

Kreativität braucht ein starkes mentales Fundament. Hier zeige ich dir, wie du Prinzipien des Stoizismus nutzt, um kreative Blockaden zu lösen, den Fokus zu behalten und gelassener mit Kritik im Business-Alltag umzugehen.

  • Via Negativa für Content Creator

    Via Negativa für Content Creator

    Mein Festival-Sommer nähert sich dem Ende. Bei der Sichtung meiner Aufnahmen wurde mir klar, dass das Prinzip der Via Negativa für Content Creator der Schlüssel zu besseren Ergebnissen ist. Anstatt immer mehr hinzuzufügen, konzentriere ich mich darauf, das Unnötige wegzulassen und mich auf das wesentliches zu konzentrieren. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie dieses stoische Konzept deine Content-Produktion effizienter macht.

    Was ist die Via Negativa?

    Ganz grob übersetzt bedeutet die Via Negativa nichts anderes, als sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und unnötigen Ballast loszuwerden. Das gilt für Erfolg, Gelassenheit und eben auch für gute Erinnerungen. In der Content-Erstellung heißt das: Inhalte müssen reduziert werden. Das bedeutet nicht, dass nur wenige Bilder oder Clips mit der Kamera erstellt werden sollten. Es bedeutet, dass die schiere Menge an Aufnahmen nicht ausschlaggebend für das Endprodukt ist. Viel wichtiger ist eine bewusste Auswahl der stärksten Momente.

    Reduktion für eine bessere Erinnerung

    Um auf mein Festival-Beispiel zurückzukommen: Ich habe mit meiner GoPro unzählige Clips erstellt, um daraus eine Erinnerung zu schneiden. Am Ende reduziert sich nicht nur die Laufzeit, sondern auch die Summe der Clips auf nicht mehr als 15. Ich habe sie bewusst stark reduziert und mir ein Zeitlimit von maximal zwei Minuten gegeben. Mein Video soll schließlich nicht den Tag eins zu eins replizieren, sondern eine Repräsentation meiner eigenen Erinnerung an die Ereignisse sein. Und auch hier ist es ja so, dass sich unser Gehirn nicht an jedes Detail erinnern kann.

    Weniger ist mehr – auch im Content-Zirkus

    Ich denke, dass sich das Konzept der Via Negativa auf viele Situationen im Leben übertragen lässt. Auch vor dem Hintergrund einer immer komplexer werdenden Welt und einem endlosen Strom an Bildern und Videos erscheint mir „weniger ist mehr“ doch sehr angemessen. Wenn wir unsere Inhalte reduzieren und uns auf die Essenz konzentrieren, bleiben die Erinnerungen wirklich präsent. So gehen sie nicht im Heuhaufen des Medienzirkus verloren und werden zu echten, wertvollen Erinnerungen.

    Dieser Beitrag ist Teil meiner Serie über Stoizismus für Kreative. Bald findest du hier eine Übersicht aller Lektionen.

  • Kreative Arbeit ist Annäherung: Warum Perfektion ein Mythos ist 

    Kreative Arbeit ist Annäherung: Warum Perfektion ein Mythos ist 

    Als Kreativschaffende sind wir ständig mit der Herausforderung konfrontiert, vage Ideen in Ergebnisse zu verwandeln. Oft blockieren wir uns dabei selbst. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du deinen eigenen Perfektionismus überwinden und Kreativität neu entfachen kannst, indem du Arbeit als Prozess der Annäherung begreifst, statt einem unerreichbaren Ideal nachzujagen.

    Eine solche Situation hatte ich erst kürzlich bei meinem letzten Auftrag. Es sollte ein „cinematischer“ Stil werden. Und genau dieser Begriff „cinematisch“ ist das Problem. Was versteht man darunter genau? Ist meine Vorstellung dieselbe wie die des Kunden? Geht es um einen Orange/Teal-Filter? Oder doch um ein bisschen Grain und einen entsättigten Look?

    Warum Perfektionismus deine Projekte bremst:

    • Vermeidungsverhalten: Aus Angst vor Fehlern fangen wir gar nicht erst an.
    • Verlust des Spieltriebs: Der Fokus auf das fertige Produkt killt den experimentellen Dialog.
    • Wirtschaftliche Ineffizienz: Die letzten 5 % Perfektion fressen oft 50 % der Zeit.

    Unpräzise Anforderungen: Die wahre Herausforderung kreativer Arbeit

    Vielleicht klingt das jetzt nach einem massiven Problem – Geschmäcker sind eben verschieden. Doch als Kreativschaffende sollten wir solche diffusen Anforderungen als Herausforderung und als den eigentlichen Kern unserer Arbeit begreifen. Schließlich ist es unser Auftrag, etwas zu erschaffen und die Welt ein Stück bunter zu machen. Gleichzeitig bietet genau das eine fantastische Möglichkeit zum Experimentieren und um verschiedene Stile auszuprobieren.

    Auf der wirtschaftlichen Seite ist es dabei natürlich wichtig, diesen kreativen Annäherungsprozess einzukalkulieren. Es sollte daher nicht verwunderlich sein, warum kreative Dienstleistungen häufig nicht ganz günstig sind.

    Der Dialog als Schlüssel zur kreativen Annäherung

    Selbstredend ist es bei diesem Annäherungsprozess essentiell, den Kundendialog aufrechtzuerhalten und verschiedene Vorschläge zu präsentieren. Meistens sagt einem die eigene Intuition schon, wann das Ergebnis passt. Manchmal aber sind vermeintlich diffuse Anforderungen in der Vorstellung des Kunden doch etwas präziser, als es anfangs scheint. Deshalb ist der gesamte Prozess im Wesentlichen eine Art vorsichtiger Annäherung, in der wir Kreativschaffenden und unsere Kunden einen kontinuierlichen Dialog führen und voneinander lernen können. Das Unerwartete, die kleinen Abweichungen vom Plan, sind dabei nicht Störfaktoren, sondern Teil des Abenteuers. Und genau das ist das Schöne an der kreativen Arbeit: Es ist ein ständiges Entdecken, ein Ausprobieren, ein Wachsen. Die Perfektion ist dabei nie das Ziel, sondern die Reise selbst.

  • Mit Stoizismus kreative Blockaden überwinden

    Mit Stoizismus kreative Blockaden überwinden

    Kreative Blockaden sind ein bekanntes Problem. Aber auch hier bietet ein Blick in die hochinteressanten Grundsätze der stoischen Philosophie wertvolle Ansätze. Wie ich bereits festgestellt habe, geht es im Kern darum, im Hier und Jetzt das zu tun, was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten liegt. Diese Idee lässt sich wunderbar nutzen, um mit Stoizismus kreative Blockaden(oder Blockaden in anderen Lebenslagen) zu überwinden.

    Die Angst vor dem Anfang: Der wahre Blockierer

    Um eine Blockade zu überwinden, ist es hilfreich, zunächst zu analysieren, warum sie überhaupt entsteht. Oftmals ist die Ursache eine unbegründete Angst, einfach anzufangen und etwas zu erschaffen. Man setzt sich, noch bevor überhaupt etwas entstanden ist, viel zu hohe Ziele und scheitert letztlich an den eigenen Erwartungen. Dabei geht es beim Kreativsein nicht darum, sofort ein perfektes Ergebnis abzuliefern. Vielmehr sollte das Experiment im Vordergrund stehen, das spielerische Herangehen an Ideen. Es geht darum, mit einer kindlichen Neugier den eigenen Gedanken nachzugehen und diese zu erforschen.

    Kleine Schritte zum stoischen Flow

    Um eine Blockade zu umgehen und einfach loszulegen, ist es also entscheidend, kleine Schritte zu gehen. Das gilt besonders dann, wenn die Herausforderung riesig erscheint und kein Ende in Sicht ist. Man überlegt sich, wie viel Zeit man bereit ist zu investieren, ohne sich dabei zu frustrieren. Einen Tag? Eine Stunde? Oder nur 15 Minuten? Das Ziel ist nicht, in diesem Zeitraum extrem produktiv zu sein oder das Projekt abzuschließen, sondern sich für einen selbst definierten Zeitraum bewusst mit den eigenen Ideen zu beschäftigen. Vielleicht entsteht daraus ja sogar ein Flow?! So lösen wir uns von den Zwängen unserer eigenen lähmenden Gedanken.

    3 stoische Techniken gegen kreative Blockaden:

    • Dichotomie der Kontrolle: Konzentriere dich nur auf das Erschaffen (deine Handlung), nicht auf die Klicks oder das Feedback (außerhalb deiner Kontrolle).
    • Via Negativa: Entferne den Druck, perfekt sein zu wollen. Reduziere dein Ziel auf 15 Minuten reine Arbeit.
    • Amor Fati: Akzeptiere die Blockade als Teil des Prozesses und nutze sie als Thema für dein nächstes Stück Content.

    Die Analogie des antiken Blogs: Inspiration von Marc Aurel

    Ganz ähnlich gehe ich an diesen Blog heran: Die Idee war, jeden Sonntag einen Beitrag zu veröffentlichen. Manchmal kamen die Ideen ganz von alleine, manchmal nicht. Manchmal empfand ich das Schreiben als lästige Pflicht. Auch heute hatte ich Schwierigkeiten, einen Einstieg in den Beitrag zu finden. Doch nach den ersten Wörtern konnte ich meine Ideen formulieren und hier veröffentlichen. Das alles in etwa 30 Minuten.

    Ganz ähnlich verhält es sich mit Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“. Wenn man dieses Werk liest, fällt auf, dass es sich keineswegs um ausgefeilte Essays handelt. Vielmehr sind es kurze Notizen, persönliche Erinnerungen und flüchtige Gedanken eines römischen Kaisers. Also fast wie ein antiker Blog! Für mich war es eine interessante Erkenntnis, dass selbst eine so mächtige Persönlichkeit einfach seine Gedanken festhielt und mit der Welt teilte. Selbstbetrachtungen ist eine gute Inspiration, um seine Ängste abzulegen und einfach kreativ zu werden.

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  • Du hast keine Kontrolle! Stoizismus für Kreative

    Du hast keine Kontrolle! Stoizismus für Kreative

    Als Kreativschaffende müssen wir uns damit abfinden, dass wir oft keine Kontrolle über die Rezeption unserer Arbeit haben. Hier setzt der Stoizismus für Kreative an: Er hilft uns, den ständigen Kontrollverlust nicht als Schwäche, sondern als Teil des Prozesses zu akzeptieren. In diesem Beitrag erfährst du, wie stoische Gelassenheit dir hilft, auch bei unvorhersehbaren Herausforderungen das Beste aus deinen Projekten herauszuholen.

    Stoizismus für Kreative?

    Ich habe bereits einen Beitrag über Stoizismus für Kreative verfasst und einige Ideen entwickelt, wie wir mit Ablehnung und ungerechtfertigter Kritik umgehen können. Dabei habe ich festgestellt, dass es vor allem darum geht, im Hier und Jetzt das Beste aus den gegebenen Mitteln zu machen. Ähnlich sollten wir die oft illusorische Kontrolle in unserem Schaffen betrachten. Wir sollten realistisch auf unsere Ideen blicken und akzeptieren, dass dieser kreative Prozess selten perfekt ist. Er ist eine komplexe Mischung aus Einfällen, Emotionen und Fähigkeiten, und wir sollten das Beste aus dieser Realität machen. Eine vollkommene Idee existiert meist nur in unseren Köpfen. In der Realität sind unsere Werke oft unvollkommen, eigenartig und manchmal eben nicht herausragend. Oft müssen wir improvisieren, weil sich etwas nicht so umsetzen lässt, wie geplant. Ich kenne das von meinen Drehs nur zu gut. Da reicht zum Beispiel ein Windstoß, damit das Set plötzlich nicht mehr das hergibt, was es soll. 

    Die stoische Kernlehre für dein nächstes Projekt:

    • Was du kontrollierst: Deine Vorbereitung, deine Einstellung, deinen Fleiß.
    • Was du NICHT kontrollierst: Das Wetter am Drehort, die Meinung der Zuschauer, den Algorithmus.
    • Das Ergebnis: Wahre kreative Freiheit entsteht erst, wenn du dich nur auf Ersteres konzentrierst.

    Die befreiende Akzeptanz

    Was bleibt, ist die Gewissheit, dass Perfektion im kreativen Schaffen nur eine Illusion ist. Eine Idee, die sich bis zur Unendlichkeit weiterspinnen lässt, aber niemals ein Ergebnis hat. Viel wichtiger ist es, einfach etwas zu erschaffen. Einen Absatz zu schreiben, ein Foto zu machen oder einen kurzen Clip zu erstellen. Natürlich steht es uns frei, die Ergebnisse zu teilen oder eben auch nicht. Aber als Kreativschaffende wollen wir die Welt um uns herum etwas bunter gestalten und das geht nur, wenn wir unsere Vorstellung von Kontrolle aufgeben und uns der unvorhersehbaren Realität stellen

    Inspiriert wurde dieser Beitrag von Oliver Burkemans Buch „Leider nicht unsterblich“. Dieses Buch greift einige stoische Gedanken auf und bietet nachvollziehbare Ansätze, um sich mit der Idee des Imperfektionismus anzufreunden.

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  • Finde deinen Flow: Warum ein individueller Workflow so wichtig ist

    Finde deinen Flow: Warum ein individueller Workflow so wichtig ist

    Es gibt unzählige Ratgeber, die den vermeintlich besten Weg zum Erfolg versprechen. Doch ich habe gelernt, dass ein individueller Workflow kreative Arbeit erst wirklich effizient macht. Anstatt blind starren Anleitungen zu folgen, geht es darum, den eigenen ‚Flow‘ zu entdecken. In diesem Beitrag erfährst du, warum Standard-Methoden oft scheitern und wie du eine Arbeitsweise findest, die wirklich zu deinem Alltag als Creator passt.

    Der Mythos des einen richtigen Workflows

    Manche Menschen sind absolute Frühaufsteher, während andere – wie ich – etwas Zeit brauchen, um in Schwung zu kommen. Während die Frühaufsteher bereits die ersten To-Dos abhaken, starten Spätstarter wie ich gemächlich in den Tag und strukturieren erst einmal die anstehenden Aufgaben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viel wichtiger ist, seine persönlichen Tages-, Wochen- oder Monatsziele zu erreichen, anstatt einer starren Anleitung zu folgen, die möglicherweise überhaupt nicht zu den eigenen Lebensumständen passt. Das Problem mit vielen Guides und Anleitungen, die oft von Coaches oder auf YouTube verbreitet werden, ist, dass sie selten die individuellen Lebensumstände und den persönlichen Alltag berücksichtigen. Im besten Fall können sie neue, nützliche Gewohnheiten anstoßen, im schlimmsten Fall führen sie unweigerlich zu Frustration oder sogar zu einem Burnout.

    Der Weg ist das Ziel – auch im Workflow

    Deshalb gilt auch bei der Suche nach dem richtigen Workflow das alte Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel“. Der Weg zum Ergebnis sollte individuell passend und angenehm gestaltet sein, ohne dabei das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. So fühlt sich jeder Workflow richtig und authentisch an. Gleichzeitig ist es sinnvoll, sich auf das zu konzentrieren, was gerade greifbar ist und was man selbst beeinflussen kann. So bleibt man flexibel und kann auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren, die starre Routinen schnell aus dem Gleichgewicht bringen können.

    Finde deinen persönlichen Flow

    Ein individueller Workflow ist von entscheidender Bedeutung. Während Ratgeber und Fachliteratur wertvolle Inspiration bieten können, dienen sie primär als Orientierungspunkte. Die darin enthaltenen Vorschläge müssen an die persönlichen Lebensumstände, Arbeitsweisen und Ziele angepasst werden. Es ist wichtig, einen eigenen „Flow“ zu entwickeln, der den individuellen Bedürfnissen entspricht und ein effizientes sowie angenehmes Arbeiten ermöglicht.

    Warum du deinen eigenen Flow priorisieren solltest:

    • Authentizität: Deine Arbeitsweise muss zu deinem Biorhythmus passen (Frühaufsteher vs. Spätstarter).
    • Flexibilität: Starre Routinen brechen bei unvorhergesehenen Ereignissen zusammen; ein flexibler Flow bleibt stabil.
    • Nachhaltigkeit: Individuelle Anpassung schützt vor Frustration und langfristiger Erschöpfung (Burnout-Prävention).
  • Stoizismus für Kreative: Nicht jeder mag deinen Style

    Stoizismus für Kreative: Nicht jeder mag deinen Style

    Als Kreativschaffender wirst du schnell lernen, dass du es nicht jedem recht machen kannst. Selbst ein beeindruckendes Portfolio wird nicht jeden überzeugen. Um die unvermeidliche Kritik im kreativen Schaffen bewältigen zu können, hilft ein Blick in die stoische Philosophie. In diesem Beitrag erfährst du, wie du durch Gelassenheit deinen eigenen Stil schützt und lernst, Feedback konstruktiv zu nutzen, ohne dich entmutigen zu lassen.

    Stoizismus für mehr Gelassenheit

    Um mit dieser Realität umzugehen, hilft die stoische Philosophie. Sie lehrt uns, uns auf das zu konzentrieren, was wir beeinflussen können: Unsere eigene Arbeit, unser Handwerk und die Beziehungen zu den Menschen, die unsere Arbeit wertschätzen. Die Meinungen und Vorurteile anderer gehören nicht dazu. Sie führen nur zu Selbstzweifeln und unproduktiven Gedanken. Natürlich ist Selbstreflexion wichtig, aber wir sollten uns auf unser eigenes Handeln konzentrieren. Statt uns in der Kritik anderer zu verlieren, nutzen wir sie als Ansporn zur Verbesserung.

    Lass dich nicht entmutigen

    Lass dich von negativen Meinungen nicht entmutigen. Wir leben in einer stressigen Welt, in der jeder unter Druck steht. Manchmal wirst du zum Ventil für den Frust anderer. Es ist normal, dass ein kleiner Prozentsatz deine Arbeit nicht mag. Wenn aber 98% deiner Arbeit positiv gegenüberstehen, schenke den restlichen 2% nicht zu viel Aufmerksamkeit. Konzentriere dich stattdessen darauf, aus negativen Kommentaren zu lernen und sie als Chance zur Weiterentwicklung zu sehen. Nicht jede Kritik ist destruktiv; manche kann wertvolle Hinweise zur Verbesserung deiner Arbeit enthalten.

    Fokussiere dich auf dein Handwerk und baue Beziehungen auf

    Viel wichtiger ist, dass du dich darauf konzentrierst, dein Handwerk kontinuierlich zu verbessern. Lerne aus deinen Fehlern, entwickle deinen Stil weiter und baue Beziehungen zu den Menschen auf, die deine Arbeit schätzen. Diese Beziehungen sind dein Rückhalt und deine Motivation. Umgib dich mit Menschen, die deine Leidenschaft teilen und dich in deinem kreativen Schaffen unterstützen. Das ist der Weg zu langfristigem Erfolg und Zufriedenheit, und nicht der Versuch, es jedem recht zu machen.

    Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir verstehen, dass die Meinung anderer außerhalb unserer direkten Kontrolle liegt. Statt Energie in den Versuch zu investieren, es jedem recht zu machen, sollten wir uns auf drei Säulen konzentrieren: Die kontinuierliche Verbesserung unseres Handwerks, die Pflege von Beziehungen zu Menschen, die unsere Arbeit wirklich schätzen, und die Fähigkeit, destruktiven Frust von konstruktivem Feedback zu unterscheiden. Wer diese stoische Gelassenheit kultiviert, verwandelt Kritik von einer Bremse in einen Motor für die eigene Weiterentwicklung.

    Mein Buchtipp zum Thema Stoizismus

    Stoizismus kann dir als Kreativer helfen, Hindernisse nicht als Rückschläge, sondern als Chancen für Wachstum zu sehen. Ryan Holidays Buch „Dein Hindernis ist der Weg“ zeigt*, wie du diese Denkweise anwenden kannst, um Herausforderungen in deinem kreativen Schaffensprozess zu meistern und aus ihnen zu lernen.

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  • Digitaler Minimalismus: Mehr Freiheit, weniger Ballast

    Digitaler Minimalismus: Mehr Freiheit, weniger Ballast

    In einer Zeit, in der wir für fast jeden digitalen Service einen eigenen Account benötigen, wird digitaler Minimalismus im Business zu einer echten Überlebensstrategie. Als Minimalist versuche ich, meine Prinzipien von der physischen Welt konsequent in den digitalen Raum zu übertragen. Denn jeder überflüssige Login ist nicht nur ein potenzielles Sicherheitsrisiko, sondern raubt uns vor allem mentale Klarheit. In diesem Beitrag erfährst du, warum das „Ausmisten“ deiner Online-Präsenz dir ein großes Stück Freiheit und Sicherheit zurückgibt.

    Datenflut und Sicherheitsrisiken

    Als Minimalist versuche ich, meine Prinzipien auch auf den digitalen Bereich zu übertragen. Für fast jeden Dienst braucht man heute einen Login, was zu einer Datenflut führt, die Unternehmen bares Geld wert ist. Für uns Nutzer bedeutet das oft Kopfschmerzen, weil wir uns unzählige Passwörter merken müssen. Im Unternehmenskontext führt es zu organisatorischem Mehraufwand, um die Sicherheit all dieser Logins zu gewährleisten. Jeder Account ist zudem ein potenzieller Angriffspunkt für Hacker. Wir müssen also der IT-Sicherheit der Anbieter vertrauen und machen uns damit abhängig.

    Digitaler Minimalismus für mehr Freiheit

    Natürlich lassen sich nicht alle Dienste ohne Login nutzen, besonders wenn man Inhalte erstellt. Aber ich habe festgestellt, dass ich viele Services nur selten oder gar nicht nutze. Deshalb ist regelmäßiges Digital Decluttering sinnvoll: Löscht ungenutzte Accounts und lasst sie gemäß der DSGVO komplett löschen. Letzteres ist wichtig, um sicherzustellen, dass eure Daten wirklich vernichtet werden. Ich habe kürzlich mehrere Dienste „gepurged“ und dadurch ein Stück Freiheit zurückgewonnen. Es ist immer gut, die Unabhängigkeit des eigenen Unternehmens (und Privatlebens) von Drittanbietern zu stärken.

    Vorgehensweise beim Digital Decluttering

    1. Liste erstellen: Erstellt eine Liste aller Dienste, bei denen ihr einen Account habt.
    2. Systematisch abarbeiten: Geht die Liste durch und stellt euch folgende Fragen:
      • Wann hast du ihn zuletzt genutzt?
      • Wozu brauchst du ihn?
      • Löschen: Ja oder Nein
    3. Löschen oder behalten: Entscheidet, ob ihr den Account löschen wollt oder nicht. Bei der Löschung unbedingt auf die DSGVO-konforme Löschung achten!

    Transparenz ist wichtig

    Mir ist aufgefallen, wie schwer es manche Unternehmen machen, Accounts zu löschen. Die Funktion ist oft versteckt oder umständlich gestaltet. Das sollte euch misstrauisch machen. Wenn ein Unternehmen die Accountlöschung erschwert, solltet ihr überlegen, ob ihr dort überhaupt einen Account haben wollt.

  • Social Media Blackout? Warum eine eigene Website unverzichtbar ist

    Social Media Blackout? Warum eine eigene Website unverzichtbar ist

    Anfang September wurde X (ehemals Twitter) in Brasilien gebannt und Millionen Nutzerinnen und Nutzer von der Plattform ausgeschlossen. Für mich ist dieses Ereignis ein weiteres Beispiel für eine Gefahr, die ich hier schon lange thematisiere: die totale Abhängigkeit von Plattformen. Wer langfristig digital überleben will, kommt um eine eigene Website für Creator nicht herum. Warum das nicht nur eine technische, sondern vor allem eine strategische Entscheidung ist, erfährst du in diesem Beitrag.

    Social Media: Reichweite mit Abhängigkeit

    In früheren Beiträgen habe ich die Probleme von Social Media ausführlich diskutiert. Ja, die Reichweite ist oft besser, aber ihr macht euch abhängig von den Entscheidungen der Tech-Giganten (oder sogar Behörden). Wenn eure gesamte Kommunikationsstrategie auf diesen Plattformen basiert, kann das fatale Folgen haben. Ein Bann oder eine Änderung der Algorithmen können euren Zugang zur Außenwelt über Nacht abschneiden.

    Die eigene Website: Ein digitales Zuhause

    Deshalb ist eine eigene Website so wichtig. Sie gibt euch die volle Kontrolle über eure Online-Präsenz. Aber Vorsicht: Baukasten-Systeme wie Wix machen euch erneut abhängig. Besser sind Open-Source-Lösungen wie WordPress, die ihr selbst hosten und verwalten könnt. Das ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen absolut sinnvoll.

    Diese Überlegung hat sogar eine philosophische Komponente, die aus den Prinzipien des Stoizismus abgeleitet werden kann: Die Dichotomie der Kontrolle. Wir sollten unsere Energie primär in die Dinge investieren, die wir selbst beeinflussen können. Deine Follower-Zahlen auf Instagram, die Launen des YouTube-Algorithmus oder die kurzfristigen Änderungen der Geschäftsbedingungen von TikTok gehören definitiv nicht dazu. Sie sind aus stoischer Sicht „bevorzugte Indifferenzen“ – es ist schön, wenn sie da sind, aber es ist riskant, seine Existenz darauf aufzubauen.

    Eine eigene Website für Creator ist hingegen dein rechtmäßiges digitales Eigentum. Hier hast du die volle Gestaltungsmacht über dein Design, deine Inhalte und vor allem über den direkten Zugang zu deiner Community, zum Beispiel durch einen Newsletter. Wer diese Kontrolle freiwillig abgibt, baut sein Haus auf gemietetem Land, dessen Pachtvertrag jederzeit gekündigt werden kann.

    Unabhängigkeit und Gestaltungsmacht

    Die Entscheidung für eine eigene Website ist eine Entscheidung für Unabhängigkeit. Ihr habt die Freiheit, eure Inhalte zu gestalten und zu präsentieren, ohne von den Launen anderer Plattformen abhängig zu sein. Wenn ihr im Internet präsent sein und eure Informationen selbst kontrollieren wollt, führt kein Weg an einer eigenen Website vorbei. Sie ist ein digitales Zuhause, eine Visitenkarte im Netz. Und das ist doch eine gute Sache, oder?

  • Kreative Blockade? So habe ich den Flow wiedergefunden

    Kreative Blockade? So habe ich den Flow wiedergefunden

    Ich starrte auf den leeren Bildschirm, die Finger über der Tastatur wie eingefroren. Die Ideen? Wie vom Erdboden verschluckt. Wer im kreativen Bereich arbeitet, kennt diesen Zustand nur zu gut. In den letzten Wochen musste ich selbst wieder lernen, wie man eine hartnäckige kreative Blockade lösen kann, ohne dabei auszubrennen. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen und zeige dir, wie ich mit antiker Philosophie den kreativen Flow wiederfinde.

    Das Problem erkennen

    Als ich wirklich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, half für mich nur ein Schritt zurück: Alle Geräte aus und auf die eigene innere Stimme und Gedanken hören. Meditation für Beginner. So habe ich nicht nur das Chaos im Kopf sortiert, sondern auch die Ursache für die Blockaden gefunden: Zu viel selbstverursachter Druck.

    Die Lösung finden

    Für dieses Jahr hatte ich mir hohe Ziele gesetzt: YouTube-Kanal ausbauen, jede Woche neuen Content, dazu noch regelmäßige Blogposts. Während das in den ersten Monaten gut ging, stellt sich jetzt Resignation ein. Themen “fehlen”, manches kommt nicht so gut an wie gedacht. Bei alledem habe ich mich von äußeren Faktoren und Feedbacks leiten lassen, aber nicht von meinem eigentlichen Ziel: Mehr guten Content zu produzieren! Ich bin wieder in eine Schleife des Perfektionismus verfallen und habe dabei vergessen, warum ich das eigentlich mache und was meine Motivation ist. Es ging nicht darum, den besten Content überhaupt zu erschaffen, sondern um den Spaß am kreativen Erschaffen! Denn das ist, was mir Freude bereitet und was mich motiviert. Auch als Kleinunternehmer.

    Stoizismus für Kreative

    Um eine kreative Blockade lösen zu können, müssen wir verstehen, dass Kreativität nicht auf Knopfdruck funktioniert. Erstens hilft es, den Fokus radikal von der Erwartungshaltung (dem perfekten Ergebnis) auf die reine Handlung (den Prozess) zu verschieben. Zweitens sollten wir akzeptieren, dass „unproduktive“ Phasen zur Natur der Sache gehören. Und drittens ist die bewusste Stille kein Zeitverlust, sondern eine notwendige Investition: Nur wenn wir das Rauschen des Alltags abschalten, geben wir unserer inneren Stimme den Raum, wieder laut genug für neue Ideen zu werden. All das sind keine neuen Ideen. Sie stammen im wesentlichen aus der Feder antiker Philosophien, die sich mit stoischen Prinzipien befassen. Diese alten Weisheiten funktionieren noch heute.

    Ich habe gelernt, dass es manchmal einen Moment der Stille braucht, wenn nichts mehr geht. Der Alltag überflutet einen viel zu sehr mit unnötigen Zeugs und Ablenkungen. Da hilft es, zwischendurch Mal Abstand zu nehmen. Der Weg ist das Ziel und das Endprodukt die Zugabe.