Social Media Blackout? Warum eine eigene Website unverzichtbar ist

Infografik zur Bedeutung einer eigenen Website für Creator als Schutz gegen Plattform-Abhängigkeit.

Anfang September wurde X (ehemals Twitter) in Brasilien gebannt und Millionen Nutzerinnen und Nutzer von der Plattform ausgeschlossen. Für mich ist dieses Ereignis ein weiteres Beispiel für eine Gefahr, die ich hier schon lange thematisiere: die totale Abhängigkeit von Plattformen. Wer langfristig digital überleben will, kommt um eine eigene Website für Creator nicht herum. Warum das nicht nur eine technische, sondern vor allem eine strategische Entscheidung ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Social Media: Reichweite mit Abhängigkeit

In früheren Beiträgen habe ich die Probleme von Social Media ausführlich diskutiert. Ja, die Reichweite ist oft besser, aber ihr macht euch abhängig von den Entscheidungen der Tech-Giganten (oder sogar Behörden). Wenn eure gesamte Kommunikationsstrategie auf diesen Plattformen basiert, kann das fatale Folgen haben. Ein Bann oder eine Änderung der Algorithmen können euren Zugang zur Außenwelt über Nacht abschneiden.

Die eigene Website: Ein digitales Zuhause

Deshalb ist eine eigene Website so wichtig. Sie gibt euch die volle Kontrolle über eure Online-Präsenz. Aber Vorsicht: Baukasten-Systeme wie Wix machen euch erneut abhängig. Besser sind Open-Source-Lösungen wie WordPress, die ihr selbst hosten und verwalten könnt. Das ist sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen absolut sinnvoll.

Diese Überlegung hat sogar eine philosophische Komponente, die aus den Prinzipien des Stoizismus abgeleitet werden kann: Die Dichotomie der Kontrolle. Wir sollten unsere Energie primär in die Dinge investieren, die wir selbst beeinflussen können. Deine Follower-Zahlen auf Instagram, die Launen des YouTube-Algorithmus oder die kurzfristigen Änderungen der Geschäftsbedingungen von TikTok gehören definitiv nicht dazu. Sie sind aus stoischer Sicht „bevorzugte Indifferenzen“ – es ist schön, wenn sie da sind, aber es ist riskant, seine Existenz darauf aufzubauen.

Eine eigene Website für Creator ist hingegen dein rechtmäßiges digitales Eigentum. Hier hast du die volle Gestaltungsmacht über dein Design, deine Inhalte und vor allem über den direkten Zugang zu deiner Community, zum Beispiel durch einen Newsletter. Wer diese Kontrolle freiwillig abgibt, baut sein Haus auf gemietetem Land, dessen Pachtvertrag jederzeit gekündigt werden kann.

Unabhängigkeit und Gestaltungsmacht

Die Entscheidung für eine eigene Website ist eine Entscheidung für Unabhängigkeit. Ihr habt die Freiheit, eure Inhalte zu gestalten und zu präsentieren, ohne von den Launen anderer Plattformen abhängig zu sein. Wenn ihr im Internet präsent sein und eure Informationen selbst kontrollieren wollt, führt kein Weg an einer eigenen Website vorbei. Sie ist ein digitales Zuhause, eine Visitenkarte im Netz. Und das ist doch eine gute Sache, oder?

Kommentare

Eine Antwort zu „Social Media Blackout? Warum eine eigene Website unverzichtbar ist“

  1. […] einigen Wochen habe ich einen Beitrag dazu geschrieben, warum Social-Media Plattformen problematisch und eine eigene Webseite so wichtig […]