Konzept Stoizismus für Kreative: Eine Frau begutachtet ein farbenfrohes Bild als Symbol für Akzeptanz und kreativen Prozess.

Du hast keine Kontrolle! Stoizismus für Kreative

Als Kreativschaffende müssen wir uns damit abfinden, dass wir oft keine Kontrolle über die Rezeption unserer Arbeit haben. Hier setzt der Stoizismus für Kreative an: Er hilft uns, den ständigen Kontrollverlust nicht als Schwäche, sondern als Teil des Prozesses zu akzeptieren. In diesem Beitrag erfährst du, wie stoische Gelassenheit dir hilft, auch bei unvorhersehbaren Herausforderungen das Beste aus deinen Projekten herauszuholen.

Stoizismus für Kreative?

Ich habe bereits einen Beitrag über Stoizismus für Kreative verfasst und einige Ideen entwickelt, wie wir mit Ablehnung und ungerechtfertigter Kritik umgehen können. Dabei habe ich festgestellt, dass es vor allem darum geht, im Hier und Jetzt das Beste aus den gegebenen Mitteln zu machen. Ähnlich sollten wir die oft illusorische Kontrolle in unserem Schaffen betrachten. Wir sollten realistisch auf unsere Ideen blicken und akzeptieren, dass dieser kreative Prozess selten perfekt ist. Er ist eine komplexe Mischung aus Einfällen, Emotionen und Fähigkeiten, und wir sollten das Beste aus dieser Realität machen. Eine vollkommene Idee existiert meist nur in unseren Köpfen. In der Realität sind unsere Werke oft unvollkommen, eigenartig und manchmal eben nicht herausragend. Oft müssen wir improvisieren, weil sich etwas nicht so umsetzen lässt, wie geplant. Ich kenne das von meinen Drehs nur zu gut. Da reicht zum Beispiel ein Windstoß, damit das Set plötzlich nicht mehr das hergibt, was es soll. 

Die stoische Kernlehre für dein nächstes Projekt:

  • Was du kontrollierst: Deine Vorbereitung, deine Einstellung, deinen Fleiß.
  • Was du NICHT kontrollierst: Das Wetter am Drehort, die Meinung der Zuschauer, den Algorithmus.
  • Das Ergebnis: Wahre kreative Freiheit entsteht erst, wenn du dich nur auf Ersteres konzentrierst.

Die befreiende Akzeptanz

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass Perfektion im kreativen Schaffen nur eine Illusion ist. Eine Idee, die sich bis zur Unendlichkeit weiterspinnen lässt, aber niemals ein Ergebnis hat. Viel wichtiger ist es, einfach etwas zu erschaffen. Einen Absatz zu schreiben, ein Foto zu machen oder einen kurzen Clip zu erstellen. Natürlich steht es uns frei, die Ergebnisse zu teilen oder eben auch nicht. Aber als Kreativschaffende wollen wir die Welt um uns herum etwas bunter gestalten und das geht nur, wenn wir unsere Vorstellung von Kontrolle aufgeben und uns der unvorhersehbaren Realität stellen

Inspiriert wurde dieser Beitrag von Oliver Burkemans Buch „Leider nicht unsterblich“. Dieses Buch greift einige stoische Gedanken auf und bietet nachvollziehbare Ansätze, um sich mit der Idee des Imperfektionismus anzufreunden.

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