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  • 2022: Eine Odyssee

    2022: Eine Odyssee

    Mein letztes Blog-Update ist schon etwas länger her und es wird langsam Zeit das zu ändern. Untätig war ich keineswegs: Auf YouTube werden nach wie vor in unregelmäßigen Abständen Videos hochgeladen und auch Kundenaufträge sind in Bearbeitung.

    Das Drumherum ist im Moment etwas viel, sodass ich meine Prioritäten anders setzen muss. Da ist der Blog halt nicht an erster Stelle. Wie das manchmal auch so ist, fehlt dann einfach die Motivation.
    Deshalb versuche ich mit diesem Beitrag auch wieder etwas „Schwung in die Bude“ zu bringen und damit auch die Webseite in naher Zukunft zu aktualisieren.

    Ein weiteres Ziel ist es endlich YouTube und den Blog zu verbinden (Vlogs? Gute Idee?). Aber solche Pläne sind immer leichter formuliert als ausgeführt. Schließlich möchte ich Euch auch sinnvolle Inhalte liefern und nicht nur stupiden „Content“.

    So viel zu diesem kleinen Einblick in meine Gedanken und ich hoffe wir lesen und sehen uns ganz bald wieder.

  • Das war 2020!

    Das war 2020!

    Ein ungewöhnliches Jahr endet. Grund genug ein paar Zeilen über die vergangenen Monate zu verlieren und einen Ausblick zu wagen.

     

    Krisenzeiten?

    Für eine junge Unternehmung (Felixvideo gibt es erst knapp 3 Jahre) ist eine Krise, wie die diesjährige, eine Herausforderung. Es handelt sich hierbei um ein historisches Ereignis, welches sicherlich nicht spurlos an uns vorbei gehen wird. Natürlich frage ich mich, wie ich als Unternehmer damit umgehen kann. Viele Aufträge wurden verschoben, brachen weg, potenzielle Neukunden konnten nicht gewonnen werden. Verständlicherweise ist ein Video nicht unbedingt die wichtigste Ausgabe, wenn man zwischen Lockdown und Kurzarbeit agiert.

    Trotzdem stellte sich bei mir keinerlei Leerlauf ein. Im Gegenteil: Das Jahr verging wie im Fluge und erstaunlicherweise war jeder erfolgreich durchgeführte Auftrag noch befriedigender als in normalen Zeiten. Gleichzeitig freue ich mich über die anhaltende Treue bestehender Kunden, viele Empfehlungen und Anfragen für das kommende Jahr. Natürlich wird sich zeigen, wie 2021 verläuft. Positiv in die Zukunft zu blicken schadet aber sicherlich nicht.

     

    Feintuning

    2020 hat mich vor allem im privaten Bereich stark gebunden. Leider blieb weniger Zeit für Felixvideo als ich mir gewünscht hätte. Diverse Kleinigkeiten erschwerten die Arbeit am Unternehmen. Trotzdem habe ich versucht Felixvideo weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ein stärkerer Fokus auf YouTube und die Optimierung interner Prozesse. Beides Themen für separate Beiträge.

    Ein weiterer Punkt war die Überarbeitung des Portfolios. Vielleicht siehst Du es ja schon: Die Webseite erstrahlt im neuen Glanz. Ein wichtiger Punkt war es mir hier auch, sämtliche Tracker zu entfernen. Will heißen: Felixvideo betreibt keinerlei Analytics! Das ich trotzdem den Cookie Hinweis setze, liegt unter anderem an der Einbindung von Videos aus externen Quellen. Mal sehen, ob ich hierfür noch eine sinnvolle Lösung finde.

     

    Fazit

    2020 war nicht einfach. Trotzdem gab es eine ganze Menge positive Erfahrungen. Ich wünsche mir natürlich nicht, dass es so weiter geht. Auch, weil ich mich auf die vielen tollen Aufträge freue, die hoffentlich im kommenden Jahr realisiert werden. Aber ich habe keine Glaskugel.

    Ich wünsche Dir trotzdem einen tollen Start ins neue Jahr! Falls Du mich für einen Auftrag engagieren möchtest kannst Du mich ganz einfach via Mail kontaktieren.

     

    Beste Grüße
    Felix

  • Falsche Anreize durch Social-Media

    Ich hatte bereits in einem vorangegangenen Beitrag geschrieben, dass ich bis auf LinkedIn meine Social-Media Konten gelöscht habe. Interessanterweise kamen doch recht viele Rückfragen, warum ich das gemacht habe und weshalb ich LinkedIn behalten habe. Meine Gedanken zu diesem Schritt will ich im Folgenden etwas erläutern.

    Warum Social-Media keinen Nutzen hat

    Als Kleinunternehmer evaluiere ich in regelmäßigen Abständen den Nutzen meiner Tätigkeiten. Schließlich müssen sich diese am Ende des Tages rechnen. Mir ist dabei nicht nur der monetäre Faktor wichtig, sondern auch der zeitliche Faktor. Wenn ich nun also zusätzlich zu meiner normalen Tätigkeit Facebook und Instagram manage, kostet mich das vor allem Zeit. Die Inhalte müssen an die Plattform angepasst werden und natürlich sollte im Idealfall auch interagiert werden. Im Gegenzug sollte Social Media mir die entsprechende Präsenz liefern. Nur leider hat sich dieser Faktor in den letzten Jahren massiv verschoben. Nicht nur, dass Posts kaum mehr verbreitet werden es sei denn man bezahlt. Nein, auch mein eigener Feed von Inspirationen ist aus genau diesem Grund ausgedünnt. Ursprünglicherweise waren Facebook und Instagram für mich Inspirationsquellen und eine gute Kommunikationsmöglichkeit. Dadurch, dass gesponserte Posts und vor allem reichweitenstarke, kommerzielle User bevorzugt werden bekomme ich aber den entsprechenden Input nicht mehr geliefert. Das führt letztlich dazu, dass mir ein unkreativer Einheitsbrei gezeigt wird, welcher mich wenig bis gar nicht interessiert, für Facebook aber lukrativ ist. Es kann hier also gesagt werden, dass eine Blase mit standardisiertem Content den Bärenanteil an den Plattformen einnimmt.

    Hinzu kommt der Faktor Zeit. Um Social Media effektiv zu nutzen, muss ich eben auch auf den Plattformen aktiv sein. Wenn ich aber wie oben beschrieben, nur semi-relevanten Inhalt bekomme dann ist der Nutzen eher gering. Warum soll ich also meine Lebenszeit mit dem Durchscrollen einer mittelmäßigen Plattform verbringen? In dieser Zeit kann ich wesentlich effizienter wirklichen Mehrwert erschaffen.

    Willkommen in der Filterblase

    Es ist mittlerweile durch mehrere Studien und Berichte bekannt, dass die in Social-Media eingesetzten Algorithmen dazu führen in eine Filterblase zu rutschen und Nutzer massiv manipulieren[1] [2] [3]. Dies spiegelte sich auch in meinen eigenen Erfahrungen wider. Kurz gesagt: Ich halte es für sehr fragwürdig, wenn mir eine Maschine sagt, was für mich relevant ist. Umgekehrt aber auch darüber entscheidet, für wen meine Inhalte relevant sind. Das untergräbt die Maßstäbe meines Unternehmens nach Transparenz, sowie meine persönlichen Maßstäbe nach Freiheit. Seitdem ich FELIXVIDEO von dieser Fessel gelöst habe, habe ich jedenfalls das Gefühl, dass meine Inhalte authentischer und ehrlicher sind. Denn sie müssen sich nicht den Regeln der Maschine unterwerfen.

    Bleibt die Frage, warum ich dann doch noch auf LinkedIn vertreten bin. Im Moment habe ich hier das Gefühl, bessere Inhalte und bessere Konversationen zu bekommen. Tatsächlich scheinen bei LinkedIn andere Mechanismen im Hintergrund zu laufen[4], wodurch sich die Atmosphäre ganz stark von der auf Facebooks Plattformen unterscheidet. Das bedeutet aber nicht, dass sich dies nicht ändern kann. Wie ich geschrieben habe, evaluiere ich die Situation regelmäßig. Es kommt halt darauf an, wie sich Netzwerke entwickeln und welchen Fokus die Algorithmen einschlagen.

    Einige Ideen und Anregungen für diesen kleinen Rant stammen aus Jaron Laniers Buch Zehn Gründe, warum Du Deine Social Media Accounts sofort löschen musst.* Mir hat das Buch sehr gefallen. Hervorzuheben ist, dass Lanier seine Argumente mit Fakten hinterlegt, welche in einem umfangreichen Anmerkungsverzeichnis aufgelistet sind.

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    [1]https://www.axios.com/sean-parker-unloads-on-facebook-god-only-knows-what-its-doing-to-our-childrens-brains-1513306792-f855e7b4-4e99-4d60-8d51-2775559c2671.html

    [2] https://gizmodo.com/former-facebook-exec-you-don-t-realize-it-but-you-are-1821181133

    [3] https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2017/09/has-the-smartphone-destroyed-a-generation/534198/

    [4] https://www.vox.com/2016/12/29/14100064/linkedin-daniel-roth-fake-news-facebook-recode-podcast

  • Das war 2019!

    Das Jahr ist vorbei und mit 2019 ist sogar ein komplettes Jahrzehnt Geschichte. Natürlich komme ich um einen Jahresrückblick nicht herum. Schließlich nimmt die kleine Unternehmung FELIXVIDEO einen bedeutenden Teil meines Lebens ein und zudem liegt mir Transparenz gegenüber Euch als Kunden und Lesern am Herzen.

     Zwischen Stress und Lehrgeld

    Rückblickend betrachtet war das vergangene Jahr außerordentlich erfolgreich. Über eine mangelnde Auftragslage konnte ich mich nicht beschweren. Dennoch war die Auswirkung auf den Umsatz in der ersten Hälfte des Jahres eher gering. Natürlich befindet sich ein junges Unternehmen in einer Findungsphase, vieles muss noch ausprobiert werden. Manches klappt einfach nicht so richtig. Deshalb war es mir auch ein Anliegen, diese Findungsphase in meine Preise einzukalkulieren. Diese lagen oftmals unterhalb einer Gewinnzone. Der Umsatz reichte aber für nötige Investitionen und für eine schwarze Null. Für 2020 steht hier aber ein Umdenken an, denn schließlich ist Wohlstandsaufbau auch in meinem Interesse. 

    Vielleicht ist nicht jeder Film ein Meisterwerk geworden, vielleicht war nicht jedes Projekt einfach. Doch am Ende zählt ein gutes Ergebnis und eine positive Zusammenarbeit. Durch Folgeaufträge für dieses Jahr wurde mein Anspruch in dieser Hinsicht bestätigt.

     Ein neues Portfolio

    Mit dem Wachstum kommen auch weitere Verantwortungen. Hierzu gehört als Medienproduzent auch ein ansehnliches Portfolio. Im Laufe von 2019 habe ich deshalb felixvideo.de neu gestaltet und versucht eine möglichst zugängliche Website zu bauen. Aktivitäten auf Facebook und Instagram sind hingegen eher gering. Facebook ist als Kommunikationsplattform wunderbar und es erreichen mich auch jede Menge Nachrichten. Instagram scheint leider einen Weg zum Influencer-Marketing und kommerzialisierung zu gehen. Wo ich einst Inspiration und Community fand, findet heute nur noch Werbung statt. Das ist schade, aber aus unternehmerischer Sicht von Facebook natürlich sinnvoll. Mal sehen, wie sich diese Plattform entwickelt.

     Der YouTube Boom

    Wo wir bei Social-Media sind: Ich war sehr überrascht, wie extrem gut sich mein YouTube-Kanal entwickelt hat. Ohne Werbung oder großartige SEO-Spielereien erreichen meine Videos dort tausende Menschen. Das zeigt mir, dass diese Plattform nach wie vor großes Potential hat. Gleichfalls werde ich in meiner Arbeit durch Feedback und viele Kommentare bestätigt. Vielen Dank dafür! Letztlich hilft all dies dabei, meine Arbeit weiterzuentwickeln und zu verbessern.

    Der Blog

     Natürlich sind auch wieder einige Blog-Beiträge entstanden. Schreiben gehört genauso zu meiner Arbeit, von daher mache ich das auch nach wie vor gerne. Ab und zu erreicht mich auch Feedback, doch dies ist eher gering. Nichtsdestotrotz helfen mir diese Artikel, meine Arbeit zu reflektieren und natürlich hoffe ich auch, dass Euch diese einen Mehrwert bieten. Natürlich könnt Ihr mir jederzeit eine Mail schreiben, falls Euch ein Artikel besonders gut gefällt. Eine Kommentarfunktion wird hier leider nicht existieren. Doch dazu später mehr.

    Im Moment denke ich darüber nach, diese Blogbeiträge auch in Videoform zu verfassen. Was daraus wird, wird die Zeit zeigen. 

    Weitere Entwicklungen

    Auch wenn ich es gerne vermieden hätte: Aber FELIXVIDEO musste in diesem Jahr sogar politisch werden. Mit der Absegnung der neuen Urheberrechtsreform könnten schwierige Jahre einbrechen. Im Moment steht noch zur Debatte, inwieweit sich dies auf die Arbeit auswirkt. Doch am Ende werden wir weniger Vielfalt haben und ein deutliches Mehr an Kontrolle. Auch als Künstler ist mir diese Entwicklung ein Dorn im Auge. Dass sich solche Eingriffe in das (Digitale)Leben der Bürger unmittelbar auswirkt hat schon die Einführung der DSGVO gezeigt. Cookie Banner wegklicken, Mehraufwand für KMUs, mehr Kontrolle, höhere Kosten. Zudem wurde dadurch eine Kommentarfunktion für diesen Blog unmöglich gemacht. Ich für meinen Teil schlüpfe dann lieber in den Long-Tail der Tech-Giganten. Ob das so gewollt war? 

    Wie immer im Leben geht es auf und ab. Für FELIXVIDEO war 2019 jedenfalls eher positiv. Rückblickend betrachtet sogar sehr! Schließlich fing hier alles nur mit einer groben Idee an. Natürlich hätte ich diese Erfolge niemals alleine erreichen können. Das Vertrauen von Euch Kunden, die Ideen von Freunden, die Kommentare von Euch Followern. Diese Bausteine sind es, die dieses kleine Unternehmen in die Zukunft führen. Ich kann mich dafür nur ganz herzlich bedanken und freue mich unheimlich auf die kommenden Monate!

  • Die Frage nach der Relevanz: Was wirklich zählt in der Content-Erstellung

    Beim Verfassen des nächsten Blogeintrags kam mir das Thema „Relevanz“ wieder einmal in den Sinn. Was bedeutet „relevant“ eigentlich? Was ist für mich relevant? Und, noch wichtiger: Was ist für dich, meinen potenziellen Kunden oder Leser, wirklich relevant? Diese Frage möchte ich in diesem Beitrag kurz beleuchten.

    Was bedeutet Relevanz?

    Eine kurze Recherche auf einer beliebigen Suchmaschine zeigt, dass „Relevanz“ besonders in der Werbewirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Google selbst definiert Relevanz in einem eigenen Dossier als das, „was der Nutzer wahrscheinlich sucht.“ Das ist, gelinde gesagt, ziemlich schwammig. Der Duden beschreibt Relevanz als „Bedeutsamkeit in einem bestimmten Zusammenhang.“ Auch diese Definition finde ich ziemlich sparsam und wenig greifbar.

    Könnte Relevanz also eine Art Voodoo sein?

    Oder ist es vielleicht doch mehr als nur ein Schlagwort der Werbeindustrie? Ich komme meinen eigenen Überlegungen zum Thema näher, wenn ich mir die Frage stelle, welche Inhalte für den Kunden (Leser, Zuschauer) wirklich interessant und hilfreich sein könnten. Aber genau das macht die Sache so knifflig. Was ist wirklich interessant für dich? Was möchtest du sehen, wenn du diesen Blog besuchst oder meinen YouTube-Kanal abonnierst? Da ich, wie jeder, in meiner eigenen Filterblase gefangen bin und beispielsweise den Feinheiten des Videoschnitts vielleicht mehr abgewinnen kann als viele andere, ist es eine echte Herausforderung, hier relevante Inhalte zu liefern. Manche „Werbe-Gurus“ schlagen vor, einfach alles aus dem (Geschäfts-)Alltag zu dokumentieren und ohne große Filter zu veröffentlichen (Masse statt Klasse?). Aber ist das wirklich die Lösung? Will ich nicht lieber einen klaren Mehrwert bieten mit dem, was ich in die digitale Welt entlasse? Müssen wir wirklich jeden Content zwanghaft an Algorithmen anpassen, kurze Sätze und simpelste Sprache inklusive?

    Der Fokus auf den Mehrwert: Expertise, die sich auszahlt

    Während ich diese Zeilen tippe, muss ich zugeben, dass ich auf viele dieser Fragen noch keine abschließenden Antworten habe. Aber ich versuche weiterhin, Inhalte anzubieten, die ich selbst für interessant und hilfreich halte, in der Hoffnung, dass du das auch so siehst. Mein Credo ist: Weniger, aber dafür bessere Qualität. Das ist meiner Meinung nach zielführender, als das bloße Bespielen von Algorithmen. In meiner Arbeit als Videoproduzent hier im schönen Sauerland, liegt mein Fokus darauf, dir einen Mehrwert zu bieten – sei es durch eine professionelle Dokumentation deines Events oder durch die kreative Umsetzung deiner Unternehmensbotschaft.

  • Erinnerungen und ihre Filter

    Kürzlich habe ich eine Dokumentation über den Fotografen Andreas Gursky gesehen. Gursky ist bekannt für seine großformatigen Fotografien oft eher alltäglicher Orte. Durch den geschickten Einsatz von Perspektive – und natürlich ein wenig Bearbeitung – verleiht er seinen Fotos eine beeindruckende Monumentalität. Besonders interessant fand ich ein Interview im Film, in dem Gursky nach dem Wesen seiner Kunst gefragt wurde. Dabei ging es auch darum, wie wichtig es ist, Orte in Fotografien einzufangen, quasi Erinnerungen zu schaffen. Gurskys Antwort war, dass seine Fotos niemals wirkliche Erinnerungen seien, sondern lediglich Interpretationen dieser Orte.

    Eine kuratierte Wahrheit

    Meine Filme sind ja zu einem großen Teil Ausschnitte aus dem Leben meiner Kunden (also vielleicht sogar aus deinem Leben?). Und genau hier liegt das Problem: Diese Fragmente sind eben nur Ausschnitte. Niemals können diese Filme objektive Erinnerungen an ein Ereignis sein. Natürlich versuche ich, so viel wie möglich vom Tag einzufangen. Aber selbst wenn ich eine bestimmte Szene mit der Kamera festhalte, ist dieser Ausschnitt ein Moment, den ich als beachtenswert empfunden habe. Insofern ist ein Video von deinem Event immer auch eine kuratierte Erinnerung von mir.

    Ich finde diesen Gedanken gleichzeitig faszinierend und erschreckend. Er zeigt, welches Potenzial Medien zur Manipulation haben (man denke an Pressemitteilungen, die von PR-Sprechern verfasst werden). Natürlich stellt sich dann die Frage, inwieweit es überhaupt möglich ist, Erinnerungen objektiv zu konservieren, und welche ethischen Richtlinien wir dafür bräuchten. Auf der anderen Seite sind individuelle Erinnerungen ja ohneh immer subjektiv. Aber gilt das auch für Erinnerungen, die durch den Filter der Kamera aufgenommen wurden?

    Der Ruf nach Authentizität: Weniger Schein, mehr Sein

    Aus diesem Grund versuche ich in meiner Arbeit, diese „Filter“ so wenig wie möglich zu benutzen. Ich bemühe mich um authentische Bilder und vermeide übermäßige Verfremdung. Minimalismus spielt dabei eine wichtige Rolle für mich.

  • Arbeit, Hustle-Culture und Muße

    Mir fällt auf, dass meine Umgebung zunehmend von einem unaufhörlichen Streben, einer Hustle-Culture, geprägt ist. Arbeit, Selbstoptimierung, „Life Goals“ – die Buzzwords sind vielfältig. Im angelsächsischen Raum spricht man von „Hustle-Culture“. Ich selbst verspüre dieses Bedürfnis zwar nicht aber das ist Grund genug, darüber einmal nachzudenken.

    Ist das Arbeit?

    Die Frage, was wir überhaupt als „Arbeit“ definieren, ist komplex. Ist das Verfassen dieses Blogposts Arbeit? Für mich geht die Bearbeitung eines Videos vielleicht schneller von der Hand als einem Koch die Zubereitung von Kaiserschmarrn. Das kann sich je nach Situation und Übung umkehren. Mit der Erfahrung sinkt der Stresspegel, wobei nicht jeder Stress negativ ist. Aber selbst wenn eine Tätigkeit Freude bereitet: Dauerhafte Belastung ist für mich nicht mit Erfüllung gleichzusetzen. Ohne Pausen droht Burnout, ein alles andere als erstrebenswertes „Life Goal“.

    Die Verlockung der Hustle-Culture

    Warum haben Weisheiten zur „Hustle-Culture“ oder Selbstoptimierung solchen Zulauf? Vermutlich, weil sie sich gut verkaufen. Erfolg wirkt attraktiv, Aktivität vermittelt Bedeutung. Das mag biologisch bedingt sein (der Kampf ums Überleben), und die Geschichten von Gewinnern sind nun mal spannend. Autobiografien wie die von Elon Musk oder Arnold Schwarzenegger faszinieren mich auch. Aber wie sähe ein Buch über Passivität aus? Gleichzeitig feiern Kultfilme wie „The Big Lebowski“ den Müßiggang. Doch auch diese Figur braucht letztendlich eine Motivation, einen Grund sich zu bewegen.

    Mein persönlicher Balanceakt

    Was hat das alles mit FELIXVIDEO zu tun? Als jemand, der Geschichten in Bewegtbilder verwandelt, eine ganze Menge. Denn eine Geschichte braucht eine Art „Hook“, um Aufmerksamkeit zu erregen, besonders angesichts der Content-Flut. Hier mag ich mich selbst der Überdramatisierung schuldig machen. Aber vielleicht ist es auch nur eine Frage der Perspektive – eine berufliche „Blase“, in der ich gefangen bin.

    Muße ist wichtig!

    Ich glaube, es geht darum, ein persönliches Gleichgewicht zu finden. Und sich nicht von schillernden „Hustle“-Botschaften blenden zu lassen. Muße ist genauso wichtig wie Aktivität. Das Gehirn braucht Entspannung, um kreativ zu sein. Wie ein Muskel braucht auch der Verstand regelmäßige Pausen. Das richtige Maß ist individuell. Manchmal scheint mir, ich nehme mir zu viel Zeit. Aber dann kommen Phasen der Dauerbelastung, und plötzlich wird klar: Jede Stunde der Ruhe ist ein Geschenk, und vieles, was uns umgibt, ist nur „Rauschen“.

    Das Buch Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen* von Cal Newport untersucht die Fähigkeit, ohne Ablenkung zu arbeiten, und gibt wertvolle Impulse für produktive Schaffensphasen und bewusste Pausen. Meiner Meinung nach ein sehr passendes Werk für jeden, der über die Balance zwischen Hustle und Muße reflektiert.

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  • Communication Is King!

    Nachdem ich in den letzten Beiträgen über die Flut an Content und das Content-Paradox gesprochen habe, möchte ich einen anderen wichtigen Aspekt beleuchten: Communication Is King! Denn aller gute Content nutzt nichts, wenn die Verständigung zwischen Dienstleister und Kunde nicht funktioniert.

    Missverständnisse und die Kunst, sie zu vermeiden

    Missverständnisse sind in der Kommunikation allgegenwärtig. Aber sie sind oft vermeidbar, wenn man sich die Zeit nimmt, die individuellen Wünsche klar und deutlich zu formulieren. Das gilt für kleine Projekte genauso wie für komplexe Produktionen, die sich über Wochen hinziehen. Wenn nur zwei Parteien involviert sind, ist die Suche nach dem passenden Ergebnis meist unkompliziert. Schwieriger wird es, wenn mehr Menschen beteiligt sind.

    Die Herausforderung der Zielgruppenansprache

    In der Content Produktion kann mangelnde Kommunikation mit der Zielgruppe schwerwiegende Folgen haben. Es ist zwar unmöglich, die individuellen Meinungen jedes Einzelnen exakt zu erfassen, aber es ist wichtig, die Kommentare der Community ernst zu nehmen und zu verstehen.

    Vor dem Hintergrund der Content-Flut gewinnt der Wert einer präzisen und konstruktiven Kommunikation noch mehr an Bedeutung. Denn gute Kommunikation sorgt für guten und hochwertigen Content. Wir müssen uns bewusst machen, wie wichtig es ist, unsere Wünsche präzise zu formulieren und Feedback sachlich und konstruktiv zu geben. Communication Is King! Außerdem reduziert gute Kommunikation Stress und steigert die Qualität des Endprodukts.

    Kommunikation als Fundament im Content-Business

    Kommunikation ist im Content-Bereich unverzichtbar. Community-Interaktion ist der Schlüssel zum Erfolg auf Plattformen wie YouTube. Es ist entscheidend zu erkennen, dass es sich um eine Wechselbeziehung handelt. Content wird besser durch Austausch. Vielleicht können wir gemeinsam die Content-Flut und Filterblasen eindämmen, indem wir klarer kommunizieren, was wir erwarten und was wir schätzen.

     

     

  • Vom Content zur Filterblase: Den Algorithmus überwinden

    Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Thema Content-Überangebot und möchte heute die daraus resultierende Filterblase – oder, wie ich es lieber nenne, Junkbubble – näher beleuchten.

    Willkommen in der Junkbubble

    Die Algorithmen der großen Medienplattformen sorgen leider nicht immer dafür, dass uns hochwertige Inhalte angezeigt werden. Stattdessen bekommen wir vor allem das, was für uns in genau diesem Moment „relevant“ ist. Aber Relevanz ist ein äußerst dehnbarer Begriff. Morgens ist für mich beispielsweise Kaffee viel relevanter als ein Wiener Schnitzel, während sich das am Abend durchaus ändern kann. Algorithmen sagen also auf Basis unseres bisherigen Konsums voraus, was wir zukünftig konsumieren werden. Doch unsere Zukunft ist ständig im Wandel, genau wie unser Geschmack und unsere momentanen Bedürfnisse. Dass eine algorithmusbasierte Vorauswahl zwangsläufig zu einer Filterblase führt, liegt auf der Hand. Die entscheidende Frage ist, wie präzise diese Vorhersagemodelle tatsächlich sind. Diese Modelle sind mathematisch extrem komplex und sollten daher mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden. Nicht alle Aspekte unseres Lebens lassen sich eben so einfach maschinell vorhersagen.

     Verschaffe Dir einen Überblick!

    Aber wie sollen wir auch den Überblick behalten? Bis auf Hashtags (auf Bild- und Videoplattformen) sind die meisten Suchfunktionen ja mittlerweile sehr reduziert. Und wer weiß schon, ob diese vom Creator richtig gesetzt wurden? Meiner Meinung nach ist es viel sinnvoller, sich die konkrete Frage zu stellen: „Was will ich eigentlich sehen?“ Und die Antwort, die du vielleicht schon erahnst: Kommunikation. Es gibt keinen besseren Weg, die vorgefertigte Filterblase zu verlassen, als miteinander zu kommunizieren, sich auszutauschen und aktiv zu suchen. Deshalb widme ich mich im nächsten Beitrag dem wichtigsten Meta-Wert für Content: der Community!

    Das Buch Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden von Eli Pariser*,beleuchtet das Phänomen der Filterblasen und seine Folgen kritisch. Wer sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchte, findet hier interessante Denkanstöße.

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  • Content-Paradox: Zwischen Überfluss und Qualität

    Ein Gedanke aus meinem letzten Beitrag lässt mich nicht los: das Content-Paradox. Als jemand, der selbst Content kreiert, stelle ich mir immer wieder die Frage, wie wir mit der riesigen Menge an Inhalten umgehen Es ist ja schon irgendwie ein Paradoxon: Da behaupte ich, dass es zu viel Content gibt, und gleichzeitig trage ich als Videoproduzent mit FELIXVIDEO aktiv dazu bei.

    Wachstum anders denken: Qualität statt Quantität

    Ich bin keineswegs ein Wachstumsskeptiker. Wachstum ist wichtig, Wachstum schafft Wohlstand. Aber Wachstum muss nicht zwangsläufig immer über die Menge an Inhalten erreicht werden. Wachstum kann sich auch durch Qualität, mehr Tiefe oder ein spannendes, innovatives Experiment manifestieren. Entscheidend ist dabei, dass dieses Wachstum einen langfristigen Plan verfolgt. Das bedeutet, dass Handwerk und Storytelling stetig verbessert werden, damit die Inhalte am Ende tatsächlich im Gedächtnis bleiben. Und ich behaupte mal ganz frech, dass sich dieser Ansatz auf viele andere Bereiche der Wirtschaft übertragen lässt.

    Gib der Zeit eine Chance

    Wenn dein Lieblings-Content-Creator sich also mal etwas Zeit lässt oder der beste YouTuber wochenlang nichts Neues postet, übe dich in Geduld. Es kann sich lohnen. Gib der Zeit eine Chance, am besten in allen Bereichen des Lebens, auch wenn die Algorithmen von YouTube und Co. das vielleicht anders sehen.

    Dieses Content-Paradox und die Herausforderungen der Aufmerksamkeitsökonomie werden übrigens auch in Büchern wie ‚Die Aufmerksamkeitsfalle‘ von Johann Hari sehr gut beschrieben*, falls ihr euch tiefergehend damit beschäftigen wollt.

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